Gezwungen zu Gehen – Die Aussiedlung der Gemeinden in der Region von Drahany in den Jahren 1940–1945

21. 1. – 26. 4. 2026

In den Jahren 1940–1945 kam es im Zusammenhang mit der Erweiterung des Truppenübungsplatzes in der Region von Drahany zu einer Umsiedlung der tschechischen Bevölkerung. Betroffen waren insgesamt 33 Gemeinden aus den ehemaligen politischen Bezirken Vyškov, Prostějov und Blansko. Mehr als 17 000 Menschen wurden ausgesiedelt. Für die spätere Entwicklung des Gebiets war auch die allmähliche Rückkehr der Bevölkerung nach dem Krieg und ihr Einsatz für die umfassende Wiederherstellung des Gebiets von Bedeutung. Die Räumung der Region von Drahany stellt eine wichtige Etappe der sogenannten internen Zwangsmigrationen im 20. Jahrhundert dar. Sie hat bis heute eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung der kulturellen Identität der Einwohner Mährens gespielt.

Die Ausstellung wird feierlich am 20. Januar 2026 im Museum Vyškov eröffnet und bis zum 26. April 2026 für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Im Rahmen der Ausstellung werden die Besucher einen einzigartigen Dokumentarfilm sehen, der bisher unpublizierte Aufnahmen aus dem Nationalen Filmarchiv enthält. Außerdem wird  auf dem Touchscreen eine interaktive Karte mit einzelnen Etappen der Umsiedlung zur Verfügung stehen. Und  nicht zuletzt werden die Besucher die Möglichkeit haben, eine umfangreiche Publikation zu kaufen, die diesem vernachlässigten Thema gewidmet ist. Begleitet wird die Ausstellung mit vielen Spezialprogrammen einschließlich der edukativen Programme für Schulgruppen. Detaillierte Informationen zur Ausstellung sowie zu den Begleitveranstaltungen auf der Webseite www.mzm.cz.

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