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Der Normalisierung zum Trotz

 

Die Dauerausstellung Der Normalisierung zum Trotz veranschaulicht anhand von Texten und Bildmaterialien auf Wandtafeln, Originalen von zeitgenössischen Gegenständen und weiteren Exponaten in Vitrinen die historische Entwicklung der Tschechoslowakei in den Jahren 1968 - 1989. Sie konzentriert sich besonders auf mährische und Brünner Realien.


  

Im Einführungsteil macht sich der Besucher mittels zeitgenössischer Fotografien damit bekannt, wie der 21. August 1968 und der 21. August 1969 in Brünn verliefen. Weiter wird die sog. Normalisierung in der tschechoslowakischen Politik und Kultur geschildert; dabei wird von authentischen Dokumenten aus der Sammlung der Abteilung für Geschichte der antitotalitären Kultur herausgegangen. Neben offiziellen historischen Ereignissen werden vor allem unabhängige Aktivitäten und Persönlichkeiten betont, die sich um das freie, demokratische Denken bemühten. Vorgestellt sind Samizdat-Schriftenreihen, es fehlen nicht einmal Beispiele von Exil-Periodiken; angedeutet sind auch Schicksale einiger Schriftsteller, die gezwungen wurden, die Tschechoslowakei zu verlassen. Der Besucher macht sich mit einem bedeutenden Kapitel des antitotalitären Widerstands bekannt - mit sog. Untergrund- bzw. Wohnungsseminaren, die neben Prag auch in Brünn und Bratislava organisiert wurden, und mit der Rolle der Jan-Hus-Bildungsstiftung, deren Anteil an dem Betrieb der Untergrunduniversität wesentlich war. Der Erörterung der Charta 77 ist ebenfalls viel Raum gewidmet sowie weiteren Oppositionsinitiativen, die sich vor allem in Mähren konzentrierten. Die Dauerausstellung schließt sich mit der Schilderung der Ereignisse von November 1989 in Brünn.

Interaktive Elemente sind in der Ausstellung durch funktionierende Schreibmaschinen und die Bibliothek mit zeitgenössischer Literatur vertreten. Schulgruppen stehen Arbeitsblätter zur Verfügung.

 

   

(Foto: Filip Fojtík)

 

 
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