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Monogrammist T.D

11. 3. - 17. 4. 2016

 

Monogrammist T.D (1947) gehört zu den bedeutendsten gegenwärtigen slowakischen Bildnern. Seit seinen Studien neigte er zur konzeptuellen Ausdrucksweisen, und zwar mittels vieler Kunsttechniken – Malerei, Zeichnung, Graphik, Objekte, Installationen, Veranstaltungen, Autorenbücher, Landart usw. Er ist Autor vieler Publikationen wie z.B. Urob si masku (Mach eine Maske) oder Noha k nohe (Bein zu Bein). Seine grundlegende Ausdrucksweise ist Metapher im visuellen Kontext. Diesen Prinzip wendet er nicht nur in einer unglaublichen Skala von Kunstwerken an, sondern auch allgemein in der Denkweise: „Ich  bin kein Autor, ich bin eine Metapher.“ Das führte auch zu einem amtlichen Akt – Dezider Tóth ließ im Jahre 1997 offiziell seinen Namen ändern und heißt nun Monogrammist T.D.

Die Ausstellung in der Leoš Janáček-Gedenkstätte besteht aus drei Teilen. Erstens ist es die Textwand Ž.ALTÁŘ (Psalmenbuch von Židenice, Brünner Stadtteil, wohin der Autor unlängst übersiedelte), die aus mehr als hundert Tafeln mit übernommenen Texten zusammengestellt ist, welche der Autor tagtäglich ritualartig ausschneidet, beschreibt, katalogisiert und einreiht; schließlich werden diese Ausschnitte an die Wand in neuen Zusammenhängen angebracht. Dazu tritt ein sozusagen chronologisches Uhrenobjekt und die Vorlesung „Kapsa hoří“ (Die Tasche brennt) erzählt davon, wie Marcel Duchamp und Leoš Janáček den Geist ihrer Zeit verstanden. 

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